Hugo von Hofmannsthal
"Jedermann"
Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
Der Jedermann gehört zu den populärsten Werken des österreichischen Dichters Hugo von
Hofmannsthal, frei nach einer englischen Moralität aus dem späten 15. Jahrhundert, in Versen,
die von Hans Sachs und seiner "Comedi vom reichen sterbenden Menschen" inspiriert sind, zeigt
dieses allegorische Spiel das Sterben des reichen Mannes, den die Freunde, die Geliebte, der
Reichtum verlassen, als der Tod an ihn herantritt. Gestärkt durch den Glauben können ihm am
Ende die Werke doch noch auf seinem letzten Weg folgen.
Die Inszenierung in der St. Marienkirche wird seit dem Jahr 2000 immer wieder begeistert
aufgenommen und stand wegen der großen Nachfrage auch 2003 auf dem Spielplan der
Veranstaltungsreihe THEATER SOMMER LÜBECK.
Vor drei Jahren feierte die St. Marienkirche zu Lübeck, die Mutterkirche der Backsteingotik
und eine der bedeutendsten Kathedralen der Welt, ihr 750-jähriges Jubiläum. Weithin sichtbar,
auf dem höchsten Punkt des Stadthügels am angrenzenden Marktplatz und Rathaus gelegen, erheben
sich die über 100 Meter hohen Türme über die historische Altstadtsilhouette. Die
Hauptpfarrkirche mit ihrer kostbaren Ausstattung war seit jeher ein Muß für jeden
Lübeck-Touristen. Von beeindruckender Größe bot der Innenraum mit seinem beinahe 40 Meter
hohen Mittelschiff eine ganz einmalige Kulisse für das Mysterienspiel von Hugo von
Hofmannsthal. Im Hochchor wurde das "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" unter dem
mächtigen bronzenen Kruzifix von Gerhard Marcks zu einem ganz besonderen Erlebnis für
die Besucher beim THEATER SOMMER LÜBECK.
Im Januar 2004 hat der Kirchenvorstand der St.Marien-Gemeinde eine weitere Aufführungsserie
des "Jedermann" untersagt, nachdem über 10.000 Besucher aus aller Welt die Vorstellungen in der
St.Marienkirche gesehen haben und die Veranstalter rund 5.000 Euro für den Erhalt der Bausubstanz
des Gotteshauses gespendet haben. Ein trauriges Ende für den "Lübecker Jedermann"...
Darsteller:
Marianne Schubart-Vibach;
Markus Exner, Thorsten Oliver Huth,
Dominik Meurer, Felix Müller, Harry Tchor u.a.
sowie Eva Weissmann als "Buhlschaft",
Renate Delfs als "Jedermanns Mutter",
Fabian Harloff als "Teufel"
und Knut Schakinnis als "Jedermann"
Regie: Michael P. Schulz
Pressestimmen:
"Famoser Jedermann in Lübeck:
Sparsame Regie und den Atem raubende Darsteller"
"Das Lehrstück der Vergänglichkeit
verwandelt in ein Seelendrama"
(Die Welt)
"Lübeck als Pendant zu Salzburg"
"Einen würdigeren Rahmen als die Marienkirche
kann man kaum finden"
"Es ist der Raum, der diese Produktion so reizvoll macht."
"Michael P. Schulz läßt seinen ´Jedermann´ durch gute Schauspieler
lebendig werden. Allen voran in der Titelrolle Knut Schakinnis,
der die Rolle expressiv, ja fast schon expressionistisch gestaltet."
Illa Hedergott als Jedermanns Mutter und Marianne Schubart-Vibach
als Schuldknechts Weib/Werke, diese beiden großen alten Damen,
sind ein Erlebnis für sich. Eine runde Leistung des Schauspieler-
Teams ist in diesem Lübecker ´Jedermann´ zu bewundern."
"Knut Schakinnis gibt einen kraftvoll auftrumpfenden Jedermann"
"Faszinierende Lichtwirkungen und kunstvolle Lichtregie"
"Wenn die Möglichkeiten dieses herrlichen Kirchenbaus so vollkommen
genutzt werden, dann kann eine Jedermann-Aufführung auch heute noch
ein großes und tiefes Erlebnis sein."
"...die wohldosierten, die Handlung quasi fokussierenden Lichteffekte,
die ausgezeichnete Tontechnik, die sehr einfallsreiche und ansprechende
Kostümierung und vor allem die auf hohem Niveau begeisternde
schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles machten aus
der Aufführung ein unvergeßliches Erlebnis."
(Lübecker Nachrichten)
"Unabhängig vom Spielort sind es die Darsteller,
die der Inszenierung ihre Qualität geben."
"Eindrucksvolle Atmosphäre"
(Kieler Nachrichten)
"Eine faszinierende Aufführung"
(Nordelbische Kirchenzeitung)